Wildkräuter sooo lecker

Frisch, grün und schmackhaft! Frische Kräuter verfeinern Mahlzeiten und gehören deshalb in jede Küche. Dabei sind essbare Wildkräuter den Züchtungen aus dem Garten weit überlegen, weil sie ein Vielfaches an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen enthalten. Ihre Bitterstoffe sind Balsam für Leber und Galle; sie regen den gesamten Stoffwechsel an.

Viele Jahre waren Wildkräuter aus dem Blickfeld verschwunden. Viele von ihnen gelten bei Hobbygärtnern sogar als Unkraut. Ältere Menschen aber und Kräuterkundler kennen diese Wildkräuter noch und wissen um ihre Bedeutung für die Gesundheit. Sehr viel früher galten diese Kräuter als Lebensgrundlage und später, in Notzeiten, Ersatz für Gartengemüse. Gerade deshalb finden sie jetzt erneut Beachtung, aber auch dank einiger Fernsehköche, die damit experimentierten.

Am schmackhaftesten sind Wildkräuter zwar im Frühling, wenn ihre frischen Triebe noch zart sind. Aber auch später im Jahr kann man mit ihren Triebspitzen leckere Salate und Gemüse bereiten. Neulinge können sich langsam an Wildkräuter herantasten: Ein paar Löwenzahn- und Pimpinelle-Blätter und etwas Sauerampfer geben für´s erste einen  feinen Salat, der je nach Jahreszeit als Farbtupfer mit Veilchenblüten, Gänseblümchen und später im Jahr mit den Blüten von Kapuzinerkresse dekoriert werden kann. Alle diese Blüten kann man getrost mitessen. Eine solche Komposition begeistert das Auge und auch Zunge und Gaumen. Etwas Mut gehört wohl dazu, mit den zarten Spitzen der Brennesseln eine feine Suppe zu bereiten. Natürlich werden dazu Handschuhe angezogen, die Brennesseln werden gewaschen und nicht länger als 10 Minuten in einer Gemüsebrühe gekocht, dann püriert und mit Sahne verfeinert. Frischer feingehackter Schnittlauch auf jeden Teller und fertig ist eine köstliche Suppe als Vorspeise. Mit fein geschnittenem Gundermann und Giersch läßt sich zusammen mit weiteren Kräutern, Zwiebeln und Knoblauch ein schmackhafter Kräuterquark zaubern, der eine herrliche Beilage zu in Butter geschwenkten kleinen Frühkartöffelchen ergibt.

28635550zNatürlich sollte man nur sammeln, was man auch gut kennt. Kräuterwanderungen und Bücher helfen beim Kennen lernen. Wildkräuter niemals an viel befahrenen Straßen pflücken! Die bekanntesten Wildkräuter sind: Löwenzahn,  Sauerampfer, Bärlauch  und Gänseblümchen. Aber auch Vogelmiere gibt einen feinen Salat. Doch Brennessel, Gundermann, Brunnenkresse, Giersch und Wegwarte (nur die ganz zarten Pflanzenteile verwenden) werten den Küchenplan auf und bieten reichlich Vitamine und Mineralstoffe.

Vorsicht beim Dünsten und Kochen. Viele der jungen Blätter oder Blüten verlieren 35412641zbeim Erhitzen ihr Aroma und die Farbe. Löwenzahnblätter lassen sich allerdings gut in Butter kurz andünsten. Etwas Pfeffer aus der  Mühle und Salz darüber, fertig ist die kleine Vorspeise. Bärlauchpesto und Bärlauchsuppe sind inzwischen richtig trendig.  Bärlauch wurde in den letzten Jahren fast ein Trendkraut und es gibt genügend Rezepte dazu. Spitzwegerich, Giersch und Wegwarte können auch gut als Gemüse zubereitet werden. Brennesselspinat ist eine prima Zutat für Füllungen und Aufläufe.

Wildkräuter verleiten zum Experimentieren. Jeder Hobbykoch wird seinen Spaß daran haben. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, ganz nach dem Motto …hab Dich lieb….

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